Ressort: Allgemein(Weitere Infos)

23.August 2020, 14:20

Corona zählt mich an

Unser Umgang mit Corona bringt mich an meine Grenzen.

Mein Vertrauen in die behördlichen Massnahmen ist angeknackt. Es fehlt an jeglicher Übersicht, die Verhältnismässigkeit empfindet jeder anders, der Aktivismus ist so gross wie die Unsicherheit. Die Meinungen der Experten sind so breit gefächert, wie man den Kritikern den Strauss der Beweggründe vorhält – es findet sich für alles eine Begründung. Die Medien wollen nicht informieren, sondern leiten. Der Filter, was rechtens zu berichten ist und was weggelassen werden soll, ist oft augenscheinlich – und äusserst problematisch. Statistikzahlen sind nach wie vor mehr irreführend als aufklärend.

Und Politiker wollen wieder gewählt werden… Die Grundlehre ist immer die gleiche: Angst in der Bevölkerung ruft nach Schutz, nach Massnahmen. Wer einschränkt, durchgreift, gegen die scheinbare Gefahr etwas tut, gilt als führungsstark und schart die Menschen hinter sich. Und so ist die wirkliche Gefahr für uns auf diesem Planeten plötzlich ein Nebenthema: Der Klimaschutz, die Bedrohung unserer Welt hält uns nicht mehr im Würgegriff. Die grünen Themen sind schon wichtig, sagt der Kopf. Der Bauch aber hat Angst vor Corona. Die Folge? In Deutschland verlieren die Grünen laufend Prozentpunkte im Wähleranteil, die CDU erscheint wieder stärker. Ein Schelm nun, der böses denkt: Corona wird uns weiter beschäftigen, und wird das Thema weiter hoch gehalten und noch betont, nützt das der eigenen Partei… wie gross also ist das Interesse der Führung, das Dilemma zu beseitigen, wenn es für die eigenen Interessen gar keines ist?

Und nun? Ist es ganz einfach, meine Gedanken totzuschlagen. Ich bin bestimmt auch ein Verschwörungstheoretiker.

19.Mai 2020, 19:00

Es ist nicht recht

Die Welt hat sich verändert. Mir graut, dass sie langfristig anders bleibt. Nicht, dass ich mir nicht wünschte, Vieles würden wir als Menschheit und Gesellschaft anders machen. Aber was nun vorherrscht, ist Unbehagen. Wir vereinzeln. Wir separieren uns aus Angst, einige von uns könnten das Leben verlieren. Wir leben lieber distanziert und desinfiziert als lebendig und damit dem Leben und dem Tode näher.

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19.April 2020, 23:15

2m Abstand

Ich bin ja wohl nicht der Einzige, der ein Problem mit den Zahlen hat, die uns im Zusammenhang mit der Coronakrise präsentiert werden – und mit gewissen Verhaltensweisen, die man uns nahe legt. Leider kann man sich wirklich auf Schritt und Tritt fragen, wo die Logik bleibt? Und sehr viele Weisungen werden lieber „streng“ erteilt oder so belassen, statt sie mit Menschenverstand zu korrigieren.

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13.April 2020, 19:00

Wir können uns wirklich Angst machen

Work in the hospital’s critical care unit. – credit: istock/sudok1

Ich bin zunehmend fassungslos. Ich habe den Eindruck, dass die aktuelle Krise vor allem eines offenbart: Wir sind alle ausser Rand und Band. Intensivstationen und Beatmungsgeräte und eine höchst zweifelhafte Akut-Behandlung Schwerstkranker bestimmen die Weltpolitik und unser aller wirtschaftliches Auskommen.

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09.September 2018, 19:30

Der Genius und das Ich

Gestern sprang mir aus dem TV das Leben entgegen. Weil Stars offenbarten, wie sehr auch sie Mensch bleiben und stets damit konfrontiert sind, Lösungen für den Umgang mit sich selbst zu finden. Genau so wie Du und ich.

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10.Juli 2015, 7:28

Arbeitslosigkeit – wen kümmert sie wirklich?

Immer wieder ist zu lesen, dass im Gegensatz zu Griechenland in Spanien die Sparprogramme greifen würden und die Rezession überwunden sei. Ich frage mich immer mal wieder, auf Grund welcher Indizes welches Abbild reklamiert wird? Krise überwunden?

Wenn ich Politiker in Griechenland wäre, könnte ich kaum ruhig schlafen. Das nachzuvollziehen ist nicht schwer. Aber wie es irgend einem Politiker in Spanien (50% der Jugendlichen sind ohne Job) oder Italien (Jugendarbeitslosigkeit weit über 40%) wohl in seiner Haut sein kann, ist mir schleierhaft. Denn hier wächst eine verlorene Generation heran, und ich habe wirklich nicht den Eindruck, dass auch nur annähernd genügend Politiker genügend intensiv gegen dieses Phänomen ankämpfen würden. Und täten sie es – mit welchen Mitteln denn?

Die Wirtschaft feiert Wachstum aufgrund von Index-Werten, die völlig unabhängig von Arbeitslosenzahlen abgefeiert werden – erlaubt ist höchstens das logische Verständnis, dass Arbeiter in Lohn mehr Brot oder eben elektronische Gadgets kaufen können als Arbeitslose. Nur reicht diese Art von Logik nirgends hin. Wie kann es sein, dass EU-weit jeder Zehnte arbeitslos ist, und alle nicht Betroffenen sind’s zufrieden? In was für einer Welt leben wir, in der das so wenig Unruhe auszulösen vermag?

14.Juni 2015, 19:25

Selbstverständlich

Das ist doch selbstverständlich. – Wie oft hören wir diesen Satz? Wie viel kann darin mitschwingen?! Was macht uns Dinge selbstverständlich, was lässt uns etwas voraussetzen, als gegeben, als selbstverständlich sehen?

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05.März 2015, 20:20

Übersetzungstool – etwas mehr als eine Spielerei?

credit: istockphoto.com/Oko_SwanOmurphy

credit: istockphoto.com/Oko_SwanOmurphy

Ich habe Freunde, die hier lesen, die nicht deutscher Muttersprache sind. Ja, mehr noch, ich habe auch welche, die gar kein deutsch verstehen, und dennoch hierher finden und Einträge von mir gar retweeten oder in Twitter favorisieren. Sie werden vorgängig ein Übersetzungsprogramm zu Hilfe ziehen. Warum also nicht gleich selbst eines anbieten?

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16.Dezember 2014, 16:55

Bonmots, unfreiwillig

Ich habe einen holländischen Geschäftspartner, der ganz leidlich deutsch spricht. Die Niederländer sind ja generell ein Volk von Händlern, entsprechend haben sie es „an den Leuten“, wie wir sagen. Heute nun wurde ich unfreiwillig aber wunderbar unterhalten.

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