Ressort: 10 Minuten(Weitere Infos)

10min spontan über ein Stichwort schreiben, 2 Min lesen. Gedankenfutter für Anstösse zum eigenen Nachdenken.

22.Dezember 2020, 7:00

10min schreiben über: Streit

Wo hört die Diskussion auf und fängt der Streit an? Im Streit vertragen wir eine andere, gegenteilige Meinung nicht mehr. Wir nehmen die Divergenz übel – und die Gefahr ist gross, dass wir es persönlich nehmen und wir auch persönlich werden. Je enger wir mit dem Menschen sind, um so grösser ist oft diese Gefahr. Wir können aber auch einfach verzweifeln, auf eine vermeintlich edle Art, über die Engstirnigkeit, die natürlich im Kopf gegenüber herrscht. Im Streit gibt es nicht nur einzig meine Wahrheit, sie muss sich auch sogleich durchsetzen.

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18.Dezember 2020, 21:00

10min schreiben über: Trauer

Trauer ist ein Gefühl der Verlassenen. Wir versuchen einen Abschied, der endgültig ist. Oft fehlt der Austausch, die gegenseitige letzte Handreichung. Verloren wird ein Mensch und mit ihm alles, was nicht ausgesprochen und geklärt werden konnte mit ihm. Doch wenn die Begleitung das ermöglichte, so ist das ein grosser Segen.

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24.April 2020, 15:30

10 min schreiben über: Absicherung

Sich abzusichern ist klug – so mancher Anlageberater spricht von entsprechenden Instrumenten. Wer sich auf Äste hinaus wagt, vergewissert sich besser, ob sie auch halten? Halten werden? Aber es ist zu sehen: Sicherheit gibt es nicht. Also sagen Politiker gerne nicht mehr als schon bekannt ist. Doch Floskeln sind einfach nur mutlos. Diese Absicherung ist erbärmlich, und dass wir nicht mehr erwarten, macht es nicht besser.

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15.November 2019, 17:30

10min schreiben über: Disziplin

Ein Projekt zu verfolgen braucht Disziplin. Bedürfnissen nicht beliebig nachgeben, drei Stunden lernen, wie vorgenommen, ohne sich ablenken zu lassen. Müdigkeit überwinden, Erschöpfung hinaus zögern. Disziplin kann auch bis zur Askese gehen. Wir staunen über die Dsziplin anderer, bewundern sie womöglich, aber wir machen uns nicht so leicht vertraut mit ihnen…

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17.August 2019, 14:24

10min Schreiben über: Trauern

Wenn wir trauern, klagen wir. Es ist unser Versuch, ein Loch zu schliessen, das immer offen bleiben wird.
Ich habe jemanden verloren. Auf immer. Warum geschieht das mir? Warum musste gerade er, sie, gehen? So ein wunderbarer Mensch.
Trauern ist ein Rufen ohne Echo. Es wird nie eines geben. Und Antworten schon gar nicht.

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02.Februar 2019, 18:45

10min schreiben über: Orientierung

Habe ich eine Ausrichtung, eine Orientierung, so habe ich auch ein Ziel. Es muss nicht in eine Zukunft gerichtet sein, in der es gilt, eine bestimmte Leistung zu erbringen, einen Erfolg einzufahren. Es kann auch die persönliche Haltung gemeint sein, eine Art Settlement im eigenen Leben: Einen Platz einnehmen, von dem ich glaube, fühle, dass er richtig für mich ist – und ich richtig für ihn und meine Mikrowelt.

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02.November 2018, 14:45

10min schreiben über: Gefühle

Man soll sich in seinen Entscheidungen nicht von seinen Emotionen leiten lassen, heisst es. Erst mal überlegen, kühl bleiben, abwägen, logisch denken. Aber wenn man sich die Erfolgsgeschichten vieler grosser Unternehmer anschaut, so stösst man immer wieder auf Situationen, in denen eine Chance scheinbar wider jede Vernunft erkannt oder weiter verfolgt wurde. Das liebe Bauchgefühl war massgeblich.

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05.Juli 2018, 23:45

10min schreiben über: Nein

Manchmal genügt das simple Nein schon als Zeichen des Widerstands. Widersetzung. Ablehnung. Nein hat auch nicht immer etwas Autoritäres. Es kann vom Lehrer kommen oder vom widerborstigen Flegel. Und manchmal meint der Eine, den Andern genau so richtig zu sehen. Wer nein sagt, verweigert sich. Ein Nein Vieler kann zu einem Protest werden. Oder zu einer politischen Bewegung. Das Nein bekommt etwas Revoluzzerhaftes. Klischees führen dazu, dass das Nein ein Urteil ist, über das auch gleichzeitig geurteilt wird: Wer nein sagt, hat Angst, übertreibt, hat Schiss, oder ist zu primitiv, um den grossen Wurf im Ja zu sehen. Das Nein ist stiernackig? Das Nein muss sich viel weniger erklären als das Ja. Es lehnt einfach ab. Im Nein einer Masse steckt auch die Kritik. Wer nein sagt, ist mühsam. Er ist im Weg. Er behindert.

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13.April 2017, 15:57

10min Schreiben über: Naturkraft

Du zeigst Dich so vielfältig in unser aller Leben, mit all Deiner Kraft. Und was machen wir so oft daraus? Die Sonne blendet uns. Der Regen macht uns nass. Der Nebel dringt klamm in die Kleider. Der Wind zerstört die Frisur. Was sind wir für naturfremde Wesen geworden, welche allem entfliehen, was uns Endlichkeit vorlebt?

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