12.August 2015, 10:40

Warum es hier so still ist

Das Internet-Zeitalter ist ein Informationszeitalter. Noch nie verfügten so viele Menschen über so viel Information. So weit die Theorie. Noch nie aber war es auch so leicht zu erahnen, von welcher miesen Qualität viele dieser Informationen sind. Diese Erkenntnis kappt auch immer wieder die Energieströme für dieses Blog.

Weiterlesen

11.Juli 2015, 17:30

Babyklappe – damals in New York, heute in Einsiedeln

Wie eine Gesellschaft mit ihren Kindern und damit den Müttern umgeht, lässt erkennen, wie wohlhabend, wie arm, wie moralisch oder verantwortlich sie ist oder sich gibt. Und die Art und Weise, wie wir als Einzelne wie als Teil dieser Gesellschaft mit eigenen Kinderwünschen und mit der Art, wie wir uns diesen Wunsch zu optimieren versuchen, umgehen, zeichnet das Spiegelbild unserer Demut oder unseren Hochmut für das Leben. Die Babyklappe der Spitäler für umgekehrt Jene, die weit vom Wünschen entfernt und viel zu nah am Elend sind, und unsere Reaktion darauf, ist Teil dieses Bildes.

Weiterlesen

10.Juli 2015, 7:28

Arbeitslosigkeit – wen kümmert sie wirklich?

Immer wieder ist zu lesen, dass im Gegensatz zu Griechenland in Spanien die Sparprogramme greifen würden und die Rezession überwunden sei. Ich frage mich immer mal wieder, auf Grund welcher Indizes welches Abbild reklamiert wird? Krise überwunden?

Wenn ich Politiker in Griechenland wäre, könnte ich kaum ruhig schlafen. Das nachzuvollziehen ist nicht schwer. Aber wie es irgend einem Politiker in Spanien (50% der Jugendlichen sind ohne Job) oder Italien (Jugendarbeitslosigkeit weit über 40%) wohl in seiner Haut sein kann, ist mir schleierhaft. Denn hier wächst eine verlorene Generation heran, und ich habe wirklich nicht den Eindruck, dass auch nur annähernd genügend Politiker genügend intensiv gegen dieses Phänomen ankämpfen würden. Und täten sie es – mit welchen Mitteln denn?

Die Wirtschaft feiert Wachstum aufgrund von Index-Werten, die völlig unabhängig von Arbeitslosenzahlen abgefeiert werden – erlaubt ist höchstens das logische Verständnis, dass Arbeiter in Lohn mehr Brot oder eben elektronische Gadgets kaufen können als Arbeitslose. Nur reicht diese Art von Logik nirgends hin. Wie kann es sein, dass EU-weit jeder Zehnte arbeitslos ist, und alle nicht Betroffenen sind’s zufrieden?  In was für einer Welt leben wir, in der das so wenig Unruhe auszulösen vermag?

01.Juli 2015, 0:40

Asthma – Staunen über den Körper

Wie oft habe ich mein Asthma schon verflucht? Nein, ich will es nicht zulassen, diesen Hader. Ich kann es ja nicht ändern. Aber positiv stellen kann ich mich dazu. Und in der schwierigen Erfahrung, wenn die Luft wegbleibt, auch ein Staunen lernen:  Wer Mangel kennt, aber nur teilweise, der weiss vielleicht ein bisschen besser zu schätzen, wie viel Seligkeit im Normalen liegt…

Weiterlesen

28.Juni 2015, 15:40

Endlich Zäsur?

In Griechenland steuern sie auf eine Zäsur zu… Wenn die EU das Hilfsprogramm stoppt, ist die Erschütterung da, ganz egal, ob mit oder ohne Grexit, ob mit Drachme oder Euro. Es gibt eine Bauchlandung. Und das ist gut so.

Weiterlesen

25.Juni 2015, 23:55

Griechenland – der Stachel in Europa?

Man muss im Grunde Griechenland dankbar sein. Denn wie hätte sich so deutlich zeigen können, wie wenig Demokratie die EU verträgt?

Bei Maybrit Illner wusste heute Abend keiner der anwesenden Bundestagsabgeordneten, und nicht die Wirschaftsjournalistin der Welt und nicht das politische Urgestein Lafontaine Antwort auf die Frage, wie viele Debatten über Griechenland denn bisher im euroäischen Parlament stattgefunden hätten?

Die Antwort ist: Keine Einzige.

Weiterlesen

22.Juni 2015, 7:30

Charaktereigenschaften

Wer hat wohl dieses Wort erfunden? Wollte da einer freundlich von einer Macke berichten, oder machte da jemand Rückgrat bei einem Wesen oder Menschen aus?

Sie hat einen starken Charakter.

Heisst: Ihr Dickschädel nervt ganz gewaltig.
Oder: Sie lässt sich nicht verbiegen. 

Weiterlesen

20.Juni 2015, 22:20

Lob und Kritik (1)

Ich habe immer gern für mich in Anspruch genommen, dass ich Kritik an meiner Person vertrage, sie annehme und bedenke. Mein Verstand sagt(e) mir: Kritik ist eine Hilfe. Sie erlaubt Entwicklung. Buddhistisch verbrämt, mit Halbwissen aus entsprechenden Büchern, ist es dann bis zum Feind, der doch als Freund gesehen werden soll, nicht mehr weit. Tatsache ist aber: Ich tue mich mit Kritik schwer. Wem geht das nicht so?

Weiterlesen

14.Juni 2015, 19:25

Selbstverständlich

Das ist doch selbstverständlich. – Wie oft hören wir diesen Satz? Wie viel kann darin mitschwingen?! Was macht uns Dinge selbstverständlich, was lässt uns etwas voraussetzen, als gegeben, als selbstverständlich sehen?

Weiterlesen