Scheinbar Gewöhnliches
∞ 21. Mai 2013, 08:02 Kommentare
SMS zum Tag:
Das scheinbar Gewöhnliche ist oft das Wunder, und wer es erkennt, dessen Leben ist farbig und reich.
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Nehmen wir die Hand. Sie hat vier Finger und einen Daumen. Während wir als Mutter oder Vater noch in Verzückung geraten, wenn unser Baby zum ersten Mal unseren kleinen Finger zu greifen vermag, wird uns das Funktionieren der Hand, das Greifen, Umfassen, ja das Handwerken selbstverständlich.
Dabei ist insbesondere das Zusammenspiel der Finger der Hand mit unserem Daumen ein ganz phantastisches Wunderwerk der Natur. Was wir damit an Gestaltung unserer Umwelt bewerkstelligen können, ist pänomenal. Der Daumen ist, gerade in seiner Klarheit und Verständlichkeit seiner Konstruktion, ein Wunderwerk.
Und wir können diesem unserem Werkzeug zusehen, wie wir es ganz selbstverständlich täglich brauchen, ohne nachdenken zu müssen, und die Spanne zwischen sensibelster, feinster leisester Bewegung oder Berührung und respektabler Kraftausübung mit der Hand ist absolut erstaunlich.
Wir mögen unsere Geschicklichkeit durch Talent und Übung verbessern, Unterschiede zwischen einander schaffen, aber die Funktionsfähigkeiten der Hand und ihre Möglichkeiten, Gefühle damit auszudrücken, sind uns allen gegeben – wie auch die grundsätzliche Chance, darin täglich wieder ein reales Wunder zu sehen.
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Missionar oder Ratgeber?
∞ 20. Mai 2013, 08:36 Kommentare
SMS zum Tag:
Eine Mission zu haben, ist ein erhebendes Gefühl. Es kann beflügeln oder benebeln.
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Eiferer ersetzen den Zweifel durch eine Doktrin, Gesandte sind von einer eigenen Erfahrung oder einer Überzeugung erfüllt, und vermögen dennoch, zuzuhören. Wer jedermann das eigene Fazit überzustülpen versucht, hat meist gar nicht richtig zugehört.
Die schlussendlich greifenden Ratschläge für noch so komplizierte und vertrackte Lebenssituationen und Nöte können tatsächlich simpel sein, simplifiziert wird die Not dabei nie. Zu allererst muss ihr zugehört werden, muss sie erfasst und gefühlt werden. Nur dann kann ein Rat greifen, ein Weg glaubhaft aufgezeigt werden.
Und: Was braucht es eine Mission, wenn die individuelle Not in der Person eines Menschen vor einem steht? Ideologien sind nicht nötig, Religion auch nicht. Aber das Bewusstsein, dass diese Not mir nicht gleichgültig sein sollte, muss woher kommen. Wir haben davon viel zu viel verloren. Glaube und befürchte ich.
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Kameradschaft
∞ 19. Mai 2013, 08:13 Kommentare
SMS zum Tag:
Ein Kamerad weiss, was ich kann, mag was ich tue, kennt meine Grenzen, traut mir mehr zu, bietet Verlass und bekommt beständigen Zuspruch. Er macht mich sicher.
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Einen unbeschwerten Tag in einer gut funktionierenden Gruppe zu erleben, die zusammen etwas erreichen, aber auch das Tun an sich geniessen will, ist wunderbar wohltuend, hat etwas Schwereloses, bei dem jede alltägliche Last abfällt, gerade so, wie ein Rucksack, den man für die Zeit einer wohltuenden Rast ablegen kann.
Und die Gruppe sammelt Erlebnisse, die man sich teilt und die man beim Erzählen später nochmals erlebt. Eine Gruppe feiert so sich selbst ohne jedes Gschmäckle, unbeschwert im Flachs, in der kleinen Triezerei. Was sich neckt, kann sich im Grunde sehr gut leiden.
Kameradschaft ist eine Beihilfe zur Lebenskunst.
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Konzentration
∞ 18. Mai 2013, 08:43 Kommentare
SMS zum Tag:
Konzentration: Zustand zwischen der Tugend der Hingabe und der Fähigkeit der Fokussierung aufs Wesentliche. Je älter man wird, je segensreicher wird diese Gabe.
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Die Fähigkeit zur Konzentration lässt sich bestimmt schulen, aber es gibt Menschen, die dafür die grösseren Fähigkeiten schon mitbringen als andere.
Dazu gehört auch die sichere Erkenntnis, was in einer Stresssituation nun wirklich wichtig ist – oder welche Gedanken in einer Kontemplation zu vertiefen sind, um erkenntnisreich nachdenken zu können.
Klarheit im Kopf ist oft gekoppelt an die Fähigkeit, ein Stück weit zurück treten zu können, auch von sich selbst, einen gütigen, aber beobachtenden und korrigierenden Blick auf sich selbst richten zu können und auch dabei mit seinen Gedanken ganz bei sich selbst zu bleiben. Konzentriertes Fragen versucht gar nicht, schlampige Antworten zu produzieren.
In der tiefsten Konzentration gibt es nur mich und das Problem, und nicht mal die Zeit rennt mehr davon. Ganz egal, ob von mir ein Entscheid in Sekundenbruchteilen verlangt wird oder ich mit in eine lange innere Immigration begebe – ich bin darauf ausgerichtet, mich genau darauf jetzt einzulassen und kann alles andere ausblenden – auch die Angst, zu versagen, oder die Furcht vor der Abnabelung von der Welt. Ich und die Fragestellung. Nichts anderes hat mehr Platz, nichts muss verdrängt werden, alles Ablenkende prallt ab.
Im Alter lässt die Leistungsfähigkeit nach. Die gedankenschnelle Reaktion bestimmt auch. Aber womöglich brauche ich weniger Hauruck-Efforts, weil ich in einer ruhigeren Spur wandle, in der meine gelernte generelle Konzentration aufs Wesentliche mir den Ballast der Verzettelung erspart.
Alles hat seine Zeit. Die Ausrichtung auf mein Inneres selbst aber sollte immer bestimmend sein für meine Fokussierung – und meine Entspannung.
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Team oder Solitaire: Überzeugung durch Einstellung
∞ 17. Mai 2013, 07:46 Kommentare
SMS zum Tag:
Ob man allein kämpft, oder im Team, gesucht wird die Extra-Energie: Das Team fängt die Fehler auf, betont die Stärken. Der Einzelne fokussiert sich im Tunnel.
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Wir alle haben nicht immer ein Team um uns, sind manchmal verd… allein. Dann wieder wären wir es gern, doch es geht um den Erfolg der Gruppe.
Im Team geht alles von allein oder nichts stimmt zusammen. Man behindert sich, statt sich zu fördern: In jeder Konstellation muss man sich als Individuum auf die Suche der Extra-Energie machen, welche die Situation bereit hält – für den, welcher die Herauforderung nicht scheut, sondern sucht, und bereit ist, die Dinge auszublenden, die stören, und die anzuzuiehen, wie ein Magnet, die zusätzliche Power vermitteln. Euphorie, Optimismus, Zuversicht – welches Ausmass an positiver Sichtweise der Aufgabe gerecht wird, beflügelt, aber nicht benebelt – wer sie anzapfen kann, hat oft schon halb gewonnen, hat es viel leichter, seine Talente wirksam werden zu lassen.
Sport ist ein wunderbares Beispiel: Auf höchstem Niveau gewinnt kaum je die noch ein wenig bessere Technik. Es gewinnt der Kopf. Und das Herz. Wer die Herausforderung bejaht, entschiedener annimmt als der Nachbar, hat bereits einen Schritt Vorsprung.
Dass Sie mir jetzt nicht durch den Tag hetzen. Aber dass Sie mir die lichten Dinge sehen, mitten im Regen. Auch dies ist eine Definition für Erfolg. In der Gruppe wie als Einzelkämpfer.
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Kompetenz
∞ 16. Mai 2013, 07:39 Kommentare
SMS zum Tag:
Kompetenz muss man sich hart erarbeiten. Wissen, was man sagt und tut, ist enorm befriedigend, und andere damit für eine Sache gewinnen können, lohnt alle Mühe.
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Wer Kompetenz besitzt, kann auf laute Töne verzichten. Wird er nicht gehört, so verunsichert ihn das nicht. Vielleicht weiss er gar, dass dem eigenen Lernen mancher Irrweg voraus ging. Kompetente Menschen wirken nie wie Lehrlinge, wollen aber auch nie ausgelernt haben. Sie leisten ihren Beitrag, haben ein Gefühl für das Timing, wo welcher Einsatz wann gefragt ist und Frucht tragen kann. Kompetenz ist nicht einfach Wissen, sondern die Fähigkeit, sein Wissen einbringen zu können, zur richtigen Zeit am richtigen Ort “Input” zu geben.
Kompetenz ist frei von Hochmut, lösungsorientiert und freut sich, wenn sie nützlich sein kann. Sie kennt ihren Wert und misst ihn daran, ob am Ende das Ganze funktioniert.
Kompetente Menschen schenken ein gutes Gefühl – und sie motivieren dazu, selbst mehr aus sich heraus zu holen.
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Leben und Sorgen
∞ 15. Mai 2013, 07:34 Kommentare [3]
SMS zum Tag:
Vorsorge: Was soll sein, wenn?
Vorfreude: Was erst sein wird, wenn!
Vorgrämen: Wie das noch werden wird!
Leben: Wie das ist! Und morgen wird auch was sein.
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Der kluge Mann sorgt vor, heisst es. Für sich selber schauen, scheint wirklich je länger je angesagter, aber es ist ja kaum mehr möglich, allen Eventualitäten gerecht zu werden: Die Rente ist sicher, dann war sie es einmal. Demokratie bedeutete einst persönliche Freiheit – sie wird je länger je mehr eingschränkt. Das Verhältnis des Staates zu unserem Eigentum wird vom Staat gerade in beträchtlichem Mass umdefiniert, und im Gesundheitswesen verschieben sich die Trennlinien still aber serh bestimmt Richtung fremdbestimmtem Eingriffsrecht in der Frage der Organtranplantationen. Was auch immer früher galt, oder noch heute gilt, es kann sich wandeln. Was soll also sein, wenn? Und was wird erst sein, noch kommen, wenn die Hürden nach und nach eingerissen werden? Man muss sich das nicht alles vorstellen wollen – wie das noch werden wird!
Und doch ist es gar nicht möglich, alle Dinge vorauszusehen.
Umsicht ist möglich, aber nicht garantiert. Patientenverfügungen können passen, oder auch nicht, verfügbar sein, oder nicht konsultiert werden, Organentnahmen können in Ländern anfallen, die sich um die daheim abgegebene Erklärung einen Deut scheren (dazu separat in den nächsten Tagen noch mehr) – es lässt sich eine Menge Kummer säen, wenn man seinen Blick voraus ins Unbestimmte sinken lässt.
Es ist nicht nur Fatalismus, genau deswegen im Hier und Jetzt eine ganz besondere Freude am Augenblick zu entwickeln, denn damit verpasst man nicht nur nicht die Gegenwart, man beeinflusst auch die unmittelbare Zukunft, die nächste Stunde, den nächsten Tag. Nicht alles ist unserem Einfluss entzogen – womöglich ist viel mehr Gestaltung möglich, als wir denken. Nicht übermorgen. Aber jetzt. Und damit an jedem neuen Tag.
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Rüstung statt Zutrauen
∞ 14. Mai 2013, 07:44 Kommentare
SMS zum Tag:
Wir tragen alle eine Rüstung. Bei jeder Verletzung ziehen wir neue Glieder ins Kettenhemd. Es soll uns nicht mehr treffen. Und dann – erreicht uns nichts mehr.
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Je schöner die Liebe, je schmerzvoller das Ende. Je schöner der Erfolg, um so bitterer das Vergessen danach. Je grösser der Sieg, um so einsamer das Leben. Es gibt viele Gründe, sich das eine nicht wirklich zu wünschen, wei man das andere fürchtet.
Doch während wir nicht aufhören, um die Anerkennung der Gesellschaft zu kämpfen, als Mutter, Geschäftsmann, Familienmanager, Angestellter, wir es selbstverständlich finden, dass man von uns hier verlangt, dass wir immer wieder aufstehen und weiter machen, machen wir Abstriche bei unseren Gefühlen, unserem Seelenhaushalt, in den Beziehungen. Wir machen sie zu Netzwerken und fallen durch das Netz, das Geborgenheit schenken könnte:
Es gibt keinen Verlass auf andere ohne die Gefahr, enttäuscht zu werden, es winkt keine Geborgenheit, wenn man kein Holz fürs Kamin sammelt: Zurückweisung, Scheitern in Herzensangelegenheiten, Erwartungen, die uns in der Realität wie Naivlinge erscheinen lassen – wir wünschen uns genau so wie unsere Urgrosseltern soziale Netze, Zweisamkeit, Seilschaften, die halten. Wir können uns heute nur viel leichter einbilden, dass dies Sozialromantik ist, die doch scheinbar niemand braucht. Aber ob wir wirklich verkümmern, ob wir den Mut zum wirklichen Wagnis der Einlassung auf andere verlieren, das entscheiden wir selbst, mit dem ehrlichen Blick nach innen: Was brauchen wir wirklich? Was sind die wahren Werte meines Lebens?
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Die Macht jeder Kränkung kann relativ werden
∞ 13. Mai 2013, 07:50 Kommentare [2]
SMS zum Tag:
Kränkung und Demütigung können nur so stark sein, wie unser Drang, ausgerechnet von diesen Missgünstigen Anerkennung zu erfahren.
Oft lässt sich gut ohne leben.
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Ich kenne Menschen, die immer und immer wieder ein ihnen widerfahrenes Unrecht repetieren können. Sie erleben es immer wieder, hadern mit den Menschen, die Urheber waren, vielleicht aber auch mit dem Geschick, das sie diese Erfahrung machen liess. Und dann beginnt das Teufelsspiel im Kopf: Man beginnt zu überlegen: Was wäre wenn? Was wäre mir als Karriere möglich gewesen, wenn mich dieser oder jener Chef nicht übergangen hätte?
Was wäre schulisch möglich gewesen, wenn ein bestimmter Lehrer mir mehr zugetraut und nicht in Vorurteilen mir gegenüber verhaftet geblieben wäre und – schlimmer noch – sie auch Teil seiner Beurteilungen werden liess?
Da wir keine Möglichkeiten haben, diese Dinge mit den betreffenden Menschen zu klären – und auf diesem Weg zu erfahren, dass auch sie sich verändert haben, genau so, wie wir selbst – können wir diese Gedankenkreisel zur ständigen inneren Unrast werden lassen. Mit fatalen Folgen für unser Seelenheil.
Wer auch immer wann auch immer in meinem Leben Grund für eine verbaute Chance war, Teil einer Missachtung meines Wesens, Urheber einer Verletzung, die mich immer begleiten wird: Er oder sie ist Teil meiner Geschichte und darin auch eine Art Lehrer. Wir müssen unseren Blick weg von der fassungslos machenden persönlichen Missgunst in einem bestimmten Moment bekommen und ihm seinen Platz in der Vergangenheit geben – aber nicht mehr: Wir sind nicht das Ereignis, die Person, die uns begegnete und Macht über uns hatte, wir sind das, was wir daraus gemacht haben:
Haber wir nach dieser Weiche, die uns den direkten Weg verbaute, das Reisen aufgehört? Was haben wir erfahren, erlebt, geschenkt bekommen, was uns sonst vielleicht nie widerfahren wäre? Wir lassen alles hinter uns. Auch die Erfolge. Der grösste Triumph, der schlimmste Schmerz – das Danach kommt immer. Es schwächt ab, relativiert, regelt sich ein, wird Geschichte. Wir sollten den Prozess nicht behindern, indem wir das Leid wach halten, indem wir es immer wieder erleben, scheinbar erleben müssen. Ist es wirklich zwingend? Oder wollen wir auch dies nicht loslassen: Das Recht, empört zu sein, Frust zuordnen zu können, Dinge, die wir nicht auf die Reihe bekommen, auf etwas zurückführen können, dem wir die Schuld geben können?
Jeder Schüler lernt dazu. Tag für Tag. Und je aufmerksamer und bereitwilliger er dazu ist, je besser er seine Ziele kennt, um so mehr kann er lernen. Über das Leben, das er wirklich führen will.
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Verantwortung annehmen, fremde Erwartungen ablehnen
∞ 12. Mai 2013, 07:58 Kommentare
SMS zum Tag:
Verantwortung: Wer sie spürt, schwebt zwischen Antrieb und Bürde.
Und wer sie wahrnimmt, muss deswegen nicht fremde Erwartungen zu den eigenen machen.
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Sportclubs haben heute oft grösste Mühe, noch Mitglieder für Vorstandsarbeit motivieren zu können (und Gemeinden finden kaum mehr Gemeinderäte). Hat man also Menschen unter sich, die sich ernsthaft darüber Gedanken machen, wie ihre Arbeit für die Gemeinschaft beurteilt wird, so sollte man sich nicht zurück halten, wenn es darum geht, diese Arbeit mit Anerkennung und Dank zu honorieren. Schaut man genauer hin, ist das auch nicht schwer: Es steckt eine ganze Menge dahinter, einen Sportbetrieb für ein paar Hunderstschaften punkto Infrastruktur und Progammgestaltung am Laufen zu halten, geschweige denn, ihn zum Laufen zu bringen. Und wenn sich dann solche Menschen auch noch fragen, ob ihre Arbeit am Ende rein objektiv dem Verein eine positive Entwicklung erleichtert hat, so steckt darin nie einfach Selbstdarstellung und Ego, sondern auch die Sorge, angenommene Verantwortung auch wahr genommen zu haben. Verantwortung, die auch zur Last werden kann, denn flugs sind da Entscheidungen zu treffen, mit denen man plötzlich sehr allein ist und von denen man vorher als einfaches Mitglied der Gemeinschaft selbst keine Vorstellung hatte.
Wir haben so schnell erkannt, was fehlt – aber wäre es tatsächlich so leicht, für Abhilfe zu schaffen?
Unsere Erwartung ist nicht per se die Verantwortung der anderen. Unsere Erwartungshaltung kann uns auch selbst in die Pflicht nehmen.
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