22.April 2015, 21:57

Das Wichtige

Ich könnte an der politischen Welt verzweifeln. Ich verzweifle tatsächlich an der politischen Welt. Ich sollte wirklich weniger über diese Welt schreiben, die ich doch nicht verstehe. Das einzig Wahre an ihr ist mein Zweifel.

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20.April 2015, 22:30

Lampedusa als Fanal

Schweigeminuten in ganz Europa bei den Politikern und in der Öffentlichkeit angesichts der Flüchtlingstragödien im Mittelmeer. Ich kann es kaum mit ansehen.

Da wird von Trauer gesprochen. Wir nutzen wirklich alle Worte ab, die uns gegeben sind. Nur getan wird nichts. Ganz egal, in welche Richtung die Massnahmen gehen können – sie sind in keinem Fall konsequent genug – und eine einheitliche Vorgehensweise ist eh nicht zu erwarten.

Lampedusa spiegelt uns die moderne politische Unfähigkeit.

 

 

19.April 2015, 0:02

Gelbe und rote Alphatiere

Jürgen Klopp hat bei Dortmund seinen Abschied angekündigt mit dem Satz: “Ein grosser Kopf muss gehen”. Während sich da ein Alphatier zurücknimmt, weil er sich als Hemmnis für Veränderungen ausgemacht hat, wissen bei Bayern die dicken Köpfe nicht, wie sehr sie noch anschwellen sollen.

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16.April 2015, 11:00

Das Gegenwärtige?

Ellen Schwiers findet im Unterhaltungstalk bei Markus Lanz, dass die Medien heute “viel zu gegenwärtig” berichten würden. Im ersten Moment ist das eine etwas irritierende Formulierung, aber ich finde sie sehr tiefsinnig. Ich habe mich, als ich es hörte, gerade ein bisschen geräder hingesetzt in meinem tiefen Sessel.

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09.April 2015, 7:25

Amerika – oh je

Credit: Illustration tseybold via istockphoto.com

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Wieder hat ein amerikanischer Polizist einen unbewaffneten Bürger erschossen. Ein weisser Polizist einen schwarzen Bürger. In den Rücken. Achtmal. Danach legt er ihm Handschellen an, bevor er ihm den Puls misst. Ich wollte hier, angestossen durch diese Tat, wieder mal über die USA herziehen, gefrustet über die Dekadenz, welche den Westen, verkörpert durch die grösste Militärmacht der Welt und den selbsternannten Heilsbringer der demokratischen Weltordnung – aber ich mache es wohl kurz. Denn Tatsache ist einfach: Ich verstehe dieses Land nicht.

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07.April 2015, 19:02

Ein Frühlingstag

credit: Illustration rvika via istockphoto.com

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Ich mache die Fenster auf und bade im Frühlingsblau des Himmels. Der nahe Bach rauscht, die Vögel singen längst, aber nun höre ich es, und es kommt mir vor, als würde das Leben, das doch nie aufgehört hat, neu zu werden, gerade erst beginnen.

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03.April 2015, 23:54

Zerstörung

[myblog-Text vom 27. Oktober 2004 01h15] Kein Wesen der Welt steht so sehr neben den Schuhen, in die es eigentlich gehören würde, wie wir Menschen. Und ausgerechnet wir haben so viel Macht zur Zerstörung und so begrenztes Wissen, das für die Wahrung unserer Verantwortung gar nicht ausreichen kann.

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