06.Juli 2020, 9:36

#slowdownmedia – Entschleunigung im Netz, bitte!

Als einer, der 2004 angefangen hat, darf ich mich wohl als einen Blogger der frühen Stunde bezeichnen. Aber keine Sorge, ich bilde mir nichts darauf ein. Ich bin viel eher ernüchtert, wie schnell die digitalen Möglichkeiten des Internets immer neue Kinder geboren haben – und die sind nach und nach an mir vorbeigezogen – und haben mich ratlos zurückgelassen. Eines ist geblieben: Die Attraktivität jedes Angebot wird von der Vielzahl der User danach beurteilt, mit was man wie schnell wie viele Clicks erhaschen kann…

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05.Juli 2020, 17:00

Ich ziehe den Hut vor Gelson Fernandes

Stade rennais vs USM Alger, July 16th 2016 - Gelson Fernandes 2Am Samstag vor einer Woche hat ein ausserordentlicher Mensch und Fussballer seine besondere Karriere beendet – als Ersatzspieler, in einem wegen Corona leeren Stadion – still und leise. Gelson Fernandes war bis zum Schluss der absolute Teamplayer, der mit seiner positiven Ausstrahlung und seiner Auffassung vom Spiel und dessen Teamwork in jeder Mannschaft seinen Einfluss hatte – und das vollkommen zurecht.

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19.Mai 2020, 19:00

Es ist nicht recht

Die Welt hat sich verändert. Mir graut, dass sie langfristig anders bleibt. Nicht, dass ich mir nicht wünschte, Vieles würden wir als Menschheit und Gesellschaft anders machen. Aber was nun vorherrscht, ist Unbehagen. Wir vereinzeln. Wir separieren uns aus Angst, einige von uns könnten das Leben verlieren. Wir leben lieber distanziert und desinfiziert als lebendig und damit dem Leben und dem Tode näher.

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24.April 2020, 15:30

10 min schreiben über: Absicherung

Sich abzusichern ist klug – so mancher Anlageberater spricht von entsprechenden Instrumenten. Wer sich auf Äste hinaus wagt, vergewissert sich besser, ob sie auch halten? Halten werden? Aber es ist zu sehen: Sicherheit gibt es nicht. Also sagen Politiker gerne nicht mehr als schon bekannt ist. Doch Floskeln sind einfach nur mutlos. Diese Absicherung ist erbärmlich, und dass wir nicht mehr erwarten, macht es nicht besser.

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19.April 2020, 23:15

2m Abstand

Ich bin ja wohl nicht der Einzige, der ein Problem mit den Zahlen hat, die uns im Zusammenhang mit der Coronakrise präsentiert werden – und mit gewissen Verhaltensweisen, die man uns nahe legt. Leider kann man sich wirklich auf Schritt und Tritt fragen, wo die Logik bleibt? Und sehr viele Weisungen werden lieber “streng” erteilt oder so belassen, statt sie mit Menschenverstand zu korrigieren.

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13.April 2020, 19:00

Wir können uns wirklich Angst machen

Work in the hospital’s critical care unit. – credit: istock/sudok1

Ich bin zunehmend fassungslos. Ich habe den Eindruck, dass die aktuelle Krise vor allem eines offenbart: Wir sind alle ausser Rand und Band. Intensivstationen und Beatmungsgeräte und eine höchst zweifelhafte Akut-Behandlung Schwerstkranker bestimmen die Weltpolitik und unser aller wirtschaftliches Auskommen.

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11.April 2020, 8:00

Was danach kommt, bleibt schwer genug

So langsam lässt sich über Corona hinaus schauen. Also, über alle Kurven und Abflachungen hinaus auf ein Leben nicht ohne, sondern mit dem Virus. Denn es verschwindet ja nicht. Aber die Zeit muss kommen, in welcher wir die Wirtschaft wieder vom Beatmungsgerät nehmen. Das Danach wird uns die Aufgabe stellen, mit den Folgeschäden umzugehen.

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05.April 2020, 17:15

Wunder Natur: Die Biene

istock / by Valengilda

Wir stehen alle im Bann von Corona. Würden wir die Sitation nicht als so bedrohlich für die Gemeinschaft empfinden, gäbe es manchen Grund, das Virus als solches auch als Wunder zu würdigen – als ein Teil eine Schöpfung, die in ihrem Kontext in einem grossen Ganzen ihren vorübergehenden Platz hat und Millionen von Reaktionen und Aktionen in unserem Organismus auslöst, welche schlussendlich die betroffene Art, den Menschen, widerstandsfähiger machen. Aber nicht mehr davon. Nicht jetzt. Stattdessen berichte ich Euch gerade heute ein paar wundersame Dinge über Bienen.

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21.März 2020, 9:00

Vom Wert unserer Worte

Wir leben gerade miteinander allein. Nie war die Aussage so gültig wie heute – aber auch noch nie war sie auch Ausdruck einer so grossen Chance: Die Tatsache, dass wir eine vielfältige, tief fühlbare, ausdrucksstarke Sprache haben, ist eine grosse Gnade unserer Gattung. Und gerade nun können wir sie nützen.

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