02.Februar 2019, 18:45

10min schreiben über: Orientierung

Habe ich eine Ausrichtung, eine Orientierung, so habe ich auch ein Ziel. Es muss nicht in eine Zukunft gerichtet sein, in der es gilt, eine bestimmte Leistung zu erbringen, einen Erfolg einzufahren. Es kann auch die persönliche Haltung gemeint sein, eine Art Settlement im eigenen Leben: Einen Platz einnehmen, von dem ich glaube, fühle, dass er richtig für mich ist – und ich richtig für ihn und meine Mikrowelt.

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01.Januar 2019, 21:50

Weihnachts- und Neujahrsgrüsse

Ich war mal ein sehr eifriger, disziplinierter, aber auch ein überzeugter Festtagskartenschreiber. Irgendwie ist das verloren gegangen. Ich habe dieses Jahr genau 2, in Worten: Zwei, Weihnachtskarten geschrieben. Und die beabsichtigten Neujahrsgrüsse gehen als erster unerfüllter Vorsatz des neuen Jahres in meine persönliche Geschichte ein. Versuch einer Erklärung, nicht einer Entschuldigung.

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16.Dezember 2018, 8:26

Wirklich ökologisch

Die Welt ist bedroht. Das Leben ist es. Es gibt so viele Wege, Eigenverantwortung einzufordern – und so viele gebettette Umstände, die uns ganz vergessen lassen, dass nichts, nichts selbstverständlich ist.

In der Schweiz, in Westeuropa geboren worden zu sein, Lebensumstände nutzen zu dürfen, wie wir sie haben… Sind wir uns dessen bewusst, dankbar dafür und tragen wir Sorge, dass diese Welt erhalten bleibt? Teilen wir unser Glück, geben wir es weiter, mehren wir es oder knabbern wir daran mit dieser Angst, die nichts verlieren will?

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08.Dezember 2018, 9:00

Der Final der Copa Libertadores wird in… Spanien gespielt!

(c) Thinkabout 2018 – Quartier Boca, Buenos Aires

Während ich an unseren Besuch vor zwei Wochen im Quartier Boca in Buenos Aires denke, wie wir durch die Gassen mit den farbig angemalten Holz- und Wellblech-fassaden gelaufen sind, wie wir am Fussball-Stadion der Boca Juniors vorbeifuhren, das so irrwitzig steile Stehrampen hat, dass die Spieler auf dem Feld das Gefühl haben müssen, die Zuschauer würden direkt über ihnen pfeifen, johlen, schreien und singen, sind die Mannschaften der ewigen Rivalen Riverplate und Boca Juniors längst in Madrid gelandet, wo der Final der Copa Libertadores gespielt werden wird:

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02.November 2018, 14:45

10min schreiben über: Gefühle

Man soll sich in seinen Entscheidungen nicht von seinen Emotionen leiten lassen, heisst es. Erst mal überlegen, kühl bleiben, abwägen, logisch denken. Aber wenn man sich die Erfolgsgeschichten vieler grosser Unternehmer anschaut, so stösst man immer wieder auf Situationen, in denen eine Chance scheinbar wider jede Vernunft erkannt oder weiter verfolgt wurde. Das liebe Bauchgefühl war massgeblich.

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09.September 2018, 19:30

Der Genius und das Ich

Gestern sprang mir aus dem TV das Leben entgegen. Weil Stars offenbarten, wie sehr auch sie Mensch bleiben und stets damit konfrontiert sind, Lösungen für den Umgang mit sich selbst zu finden. Genau so wie Du und ich.

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17.August 2018, 7:00

Aretha For Ever

Aretha Franklin – mehr Seele geht nicht

Ich bin bis ins Teenageralter ohne Musik aufgewachsen. Also bin ich wohl nicht gerade der Experte. Aber persönlich kann ich dennoch Wahres sagen, und es ist bestimmt für Viele nachvollziehbar. Mehr Soul und Gospel hat wohl niemand in die Popmusik gebracht. Das Musikmagazin Rolling Stones hat sie zur besten Sängerin aller Zeiten erklärt. Da stell ich mich in die Reihe und sage ganz einfach:

Als ich zum ersten Mal Aretha Franklin singen hörte, da begriff ich, dass auch ich Musik würde entdecken können. Ich muss nur meiner Seele folgen.

Aretha Franklin ist nicht mehr. Aber ihre Musik, ihre Stimme – nichts mag ewig sein, aber sie werden wir viel mehr in Erinnerung und damit wach behalten wollen als das meiste andere.

05.Juli 2018, 23:45

10min schreiben über: Nein

Manchmal genügt das simple Nein schon als Zeichen des Widerstands. Widersetzung. Ablehnung. Nein hat auch nicht immer etwas Autoritäres. Es kann vom Lehrer kommen oder vom widerborstigen Flegel. Und manchmal meint der Eine, den Andern genau so richtig zu sehen. Wer nein sagt, verweigert sich. Ein Nein Vieler kann zu einem Protest werden. Oder zu einer politischen Bewegung. Das Nein bekommt etwas Revoluzzerhaftes. Klischees führen dazu, dass das Nein ein Urteil ist, über das auch gleichzeitig geurteilt wird: Wer nein sagt, hat Angst, übertreibt, hat Schiss, oder ist zu primitiv, um den grossen Wurf im Ja zu sehen. Das Nein ist stiernackig? Das Nein muss sich viel weniger erklären als das Ja. Es lehnt einfach ab. Im Nein einer Masse steckt auch die Kritik. Wer nein sagt, ist mühsam. Er ist im Weg. Er behindert.

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