Ressort: Gesellschaft(Weitere Infos)

15.Januar 2015, 11:55

Information hat ihren Wert. Immer für den Informanten.

credit: istockphoto.com/carenas1 - nicht jeder Informationsüberringer hat die gleichen Absichten...

credit: istockphoto.com/carenas1 – nicht jeder Informationsüberbringer hat die gleichen Absichten…

Wir schwimmen im Datenstrom. Und manchmal wäre es wohl gut, wir wüssten mehr über die Schleusenwärter, welche den Informationsfluss steuern. Denn dass er gesteuert wird, dürfte nicht die Frage sein. Wir werden mit Information regiert und manipuliert.

Wie wichtig und gewollt ist es, wenn aus einem Unternehmen oder aus einer Sitzung in der Politik etwas durchsickert? Wie sind die zum Teil so massiv auseinander driftenden Wirtschaftsprognosen zu deuten? Wann wird welches Ergebnis von Wachstum oder Konjunkturabschwächung kommuniziert – und wer weiss davor darüber Bescheid?

Umgekehrt ist es möglich, Entscheide einer Nationalbank wie der eben getroffene Beschluss der SNB, den Mindestkurs des Schweizer Frankens zum Euro aufzuheben, völlig geheim zu halten und den Markt zu überraschen…? Wie absolut entscheidend das ist, und wohl auch nur in der Theorie wirklich durchführbar, zeigen die Auswirkungen des Entscheids. In einer ersten heftigen Reaktion fiel der Euro-Kurs auf 85 – jetzt findet er einen gewissen Boden bei 1.15 (Mit jetzt ist wirklich jetzt gemeint). Was bei solchen Erruptionen im Zeitalter des Sekundenhandels verdient wird, mag man sich gar nicht vorstellen…

Da entstehen und verpuffen mit einem Wimpernschlag Vermögen…

2 Gedanken zu „Information hat ihren Wert. Immer für den Informanten.

  1. Claudia

    15.18 Uhr / 1 Euro = 1,01 Franken

    Eine solche Aktion ist ein Sonderfall im Info-Geschehen: wie nirgends sonst ist da oberste Priorität, dass absolut nichts nach außen dringt. Sonst hätten die Spekulanten ja leichtes Spiel gehabt, sich eine goldene Nase zu verdienen!

    Die Schweiz wird jetzt also NOCH TEURER. Und die Schweizer müssen nicht sehr weit fahren, um zu günstigen Euro-Preisen einzukaufen. Wie soll das funktionieren?

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    1. Thinkabout Artikelautor

      Hallo Claudia,
      Ja, die heutige Entwicklung ist heftig. Sie überrascht mich auch, vor allem, was die Heftigkeit des Ausschlags betrifft. Ein Stück weit wird sich das wohl in den nächsten Tagen korrigieren – bevor die nächste Erstarkung des CHF stattfinden wird, so bald die EZB beginnt, Schrott-Anleihen zu kaufen.

      Grundsätzlich ist es immer so, dass es bei einer Währungskorrektur immer Sieger und Verlierer gibt. Der Schweizer Tourismus auf der einen Seite, die Schweizer Touristen auf der andern Seite, die billig Ferien im Ausland machen können, usw. usw.

      Die Schweiz hat sich schon immer damit auseinandersetzen müssen, ein Hochpreisland zu sein, und die Installation des Mindestkurses hat der Exportindustrie drei Jahre Zeit verschafft, sich für diesen Moment zu wappnen. Es wird sich nun weisen, wie gut das gelungen ist.

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