Ressort: Gesellschaft(Weitere Infos)

08.Dezember 2016, 17:57

Babies gemäss Bestellung

Share this post by e-mail
You can enter up to five recipients. Seperate them with a comma.





The provided data in this form is only used to send the e-mail in your name. They will not be stored and not be distributed to any third party or used for marketing purposes.

[myblog-Text vom 28. Oktober 2004 16h28 – der Text ist schon alt, die Forschung ist noch viel weiter, ich unterschreibe ihn aber noch heute] Ein Artikel in der Zeitung behandelt die medizinischen Möglichkeiten, zukünftig das Geschlecht des Babys mit Hilfe der Gentechnologie voraus zu bestimmen.
Offensichtlich fragen wir heute nicht mehr, was wir für die Natur tun können, oder gar, was wir als Teil von ihr zu tun haben.

Nein, es wird gefragt, was die Natur für uns tun soll, wie sie uns genehm ist. Unsere Frauen wollen schwanger werden, aber bitte nicht jetzt und wenn, dann aber schnell. Denn auch dieser Wunsch sollte am besten keine anderen Wünsche beeinträchtigen, einschränken. Komplikationen bitte ausschließen. Wir formulieren also vor allem Wünsche an die Natur und an unser Leben, wir definieren das Glück und wissen in jedem Fall, was gut für uns ist, und da sind wir sicher.

Dabei bringt uns die Tatsache nicht zum Nachdenken, dass viele unserer Einschätzungen und Entscheidungen im täglichen Leben uns oft schmerzlich zeigen, wie sehr wir fehlbar sind mit unserem Urteil.

Es fehlt jegliches Vertrauen darauf, dass die Natur, die uns das Leben schenkt, auch das Geschick unseres Lebens bereit hält, und wir darin auch immer wieder das Gute finden können.

Wir haben den Glauben daran verloren, dass die Schöpfung für uns einen Lebensplan bereit hält, in dessen Verlauf sie uns immer wieder anbietet, von ihr zu lernen, so dass wir uns persönlich entwickeln können, indem wir diesem Lebensplan folgen. Ich lese, dass wir in einer “postreligiösen Gesellschaft” leben. Diese Gesellschaft hat mit Gott auch das Urvertrauen in unser ureigenstes Wesen, in unsere eigene Natur verloren.

Gäbe es dafür einen Index, wie für das Bruttosozialprodukt, die Schweiz wäre ein Entwicklungsland.

Aber wo sind die Ansätze einer möglichen Entwicklungshilfe? Wo sind Leitfäden, an denen wir uns orientieren können, Richtlinien, die wir annehmen wollen?

Wir sind liberal, weil das bequem ist. Unsere Toleranz ist nur die Duldungsform unserer eigenen tiefen Gleichgültigkeit. Was mag ich etwas vorschreiben oder vertreten, wenn ich selbst keine Meinung und keine Überzeugung habe?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *